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Wakame Aikido
Algen konzentrieren das Meer in sich und sind gleichzeitig die Basis für das ökologische Gleichgewicht, weil sie ca. ein Drittel des Sauerstoffs für das gesamte Leben auf der Erde produzieren. Sie bilden zudem die Grundlage für die nachfolgenden Glieder der Nahrungskette und sind Träger des genetischen Codes der menschlichen Existenz.
Im Gegensatz zu Landpflanzen haben Algen keine Wurzeln, durch welche sie die Nährstoffe und das Wasser aufsaugen. Sie nehmen statt dessen Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Meer durch Osmose über ihre gesamte Oberfläche auf. Durch diesen Vorgang werden Nährstoffe durch die Zellhaut direkt ins Innere der Zelle transportiert – deshalb und aufgrund ihres speziellen Zellaufbaus können Algen die wertvollen Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Meer in sehr hohen Konzentrationen herausfiltern und speichern. Deshalb haben sie die höchste Nährstoffdichte aller Pflanzen. 1 kg frische Algen enthält Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente (z.B. Jod) und Vitamine (A, B2, B12, C, D, E und K), Polyphenole und Flavonoide aus rund 100.000 Litern Meerwasser. Das Meeresgemüse kann tausend mal mehr Jod, hundert mal mehr Kalzium und zehn mal mehr Magnesium und Kupfer speichern als Landpflanzen. Einige Rotalgen enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte.
Die Lebensmittelindustrie profitiert davon, daß Meeres- und vor allem Süßwasseralgen in der Regel schnell und einfach zu kultivieren sind. Neben dem Vertrieb von Speisealgen in Reinform ( Wakame , Nori, Kelp ) spielen die Polysaccaride aus Algen eine große Rolle. Agar-Agar wirkt als Bindemittel gelierend und verdickend. Carragheen stabilisiert Emulsionen und Suspensionen, ist als Verdickungsmittel in Sirups, Backwaren oder Saucen zu finden. Alginate dienen als Füllcreme in unterschiedlichen Nahrungsmitteln wie Eis, Mayonnaise, Fruchtsäften etc. Aus Algen gewonnenes Beta-Carotin wird als Farbstoff in Milchprodukten und Kaffeeweissern verwendet.
Die Nahrungs-, Futtermittel- und Düngemittelindustrie verbraucht jährlich alleine von den Alginaten aus Braunalgen mehrere hundertausend Tonnen. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie werden Algen vom Jodlieferanten für Arzneimittel bis hin zur Abdruckmasse beim Zahnarzt verarbeitet. |
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