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Begriffe / O - Übersicht / Osteopathie

Osteopathie  Seite 2/2

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Eine der wesentlichen Grundlagen der Osteopathie ist die Erhaltung der Bewegung und Beweglichkeit der Gewebe im gesamten Organismus. Der Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Wechselwirkung aufeinander ab.Wird die Bewegungsmöglichkeit einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beinträchtigt das deren gesunde Funktion.Im Laufe von Monaten oder Jahren können sich so ganze Spannungsketten im Körper bilden. Der Organismus reagiert auf Veränderungen oftmals über einen langen Zeitraum mit Anpassung und Kompensation. Ist jedoch keine angemessene und ausreichende Regulierung mehr möglich, wird der Mensch krank, er reagiert mit Schmerz, Bewegungs- und Funktionsstörungen. Zur Osteopathie gehören drei große Bereiche: - die parietale Osteopathie - Behandlung des Bewegungsapparates - die viscerale Osteopathie - Behandlung der inneren Organe - und die kraniosakrale Osteopathie - Behandlung des Schädels, des Rücken- marks und des Nervensystems. Anwendungsbeispiele: im Bereich des Bewegungsapparates, bei Bandscheiben und Gelenkproblematiken, Ischias, nach Schleudertraumen, Verstauchungen und anderen Verletzungsfolgen, im internistischen Bereich bei Verdauungsstörungen (nicht bei Geschwüren und Tumoren), Sodbrennen, Organsenkungen, Narben und Verwachsungen, im HNO-Bereich, bei Kopfschmerzen und Migräne,Schwindel, Tinnitus, zur fachärztlichen Begleitung bei Kiefergelenksproblematiken, im urogenitalen Bereich und gynäkologischen Bereich, in der Schwangerschaft, der Geburtsvorbereitung und der Geburtsnachsorge und in der Kinderheilkunde. Nach ausführlicher Anamnese erfolgen Diagnose und Therapie ausschließlich mit den Händen. Ertastete Spannungsmuster und Bewegungseinschränkungen werden mit speziell für die Osteopathie entwickelten Techniken gelöst. Eine osteopathische Behandlung dauert durchschnittlich 50 Minuten. Jede neue Therapiesitzung wird individuell auf die Symtome des Patienten abgestimmt. Die osteopathische Medizin als ganzheitliche Medizin hat ihren Platz nicht nur in der Akutbehandlung und chronischen Therapie, sondern nimmt gerade in der Prophylaxe einen hohen Stellenwert ein. Begründung: Aus osteopathischer Sicht entstehen Krankheiten aus dem Unvermögen des Körpers, bestimmte äußere und innere Einflüsse korrigieren zu können. Kann der Körper diese Einflüsse nicht ausgleichen, entsteht eine funktionelle Störung. Erst wenn diese funktionelle Störung die Struktur beeinflusst, bricht die Krankheit aus, zeigen sich klinische Symptome. Mit einer gezielten osteopathischen Behandlung kann dieser Ursachen-Folge-Kette wirksam vorgebeugt werden. Die Osteopathie darf daher als die Therapieform in der Primärprävention bezeichnet werden.

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Dieser Begriff wird Ihnen präsentiert von
Verband der Osteopathen
Deutschland e.V.


 

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